Förderprogramm RKP / 

Durch Kooperation zum Ziel

Die Regionale Kulturpolitik (RKP) hat bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal. Das Programm setzt sich seit über 20 Jahren zum Ziel, die regionale Vernetzung im Kulturbereich zu unterstützen, um die Kulturentwicklung in den zehn Kulturregionen Nordrhein-Westfalens nachhaltig zu stärken: Bergisches Land, Hellweg, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe, Region Aachen, Rheinschiene, Ruhrgebiet, Sauerland und Südwestfalen.

NEU: Für das kommende Förderjahr 2022 können Sie für Ihr RKP-Projekt erstmals „Ergänzungsmittel für barrierefreie Maßnahmen“ in Höhe von bis zu 5.000 Euro pro Projekt beantragen. Im Falle einer Förderentscheidung werden diese Mittel ergänzend zu den RKP-Projektmitteln bewilligt. Nähere Informationen dazu finden Sie unter dem Punkt "Antragsverfahren".   

 

 

ziele

Kultur in Spitze und Breite fördern und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort nahe bringen, kulturelle Teilhabe im Sinne einer lebenslangen kulturellen Bildung und eines offenen, nachhaltigen Dialoges gewährleisten und die Außenwahrnehmung von Kunst und Kultur in den Regionen erhöhen – das sind die maßgeblichen Ziele der Regionalen Kulturpolitik. Darüber hinaus zielt das Programm auch auf die Entwicklung und Stärkung von Kooperationsmodellen mit anderen Bereichen, so zum Beispiel mit der Jugendarbeit, der Wirtschaft, der Stadtentwicklung oder dem Tourismus ab.
Das Programm fördert auf diese Weise die im Kulturfördergesetz des Landes festgeschriebene interkommunale Zusammenarbeit und damit die Strukturentwicklung insbesondere in den ländlich geprägten Regionen Nordrhein-Westfalens. Zur Umsetzung des Programms wurden in den Regionen Koordinierungsbüros eingesetzt, die im Vorfeld der Antragstellung beraten, Qualifizierungsangebote machen, Projekte begleiten und auch selbst initiieren.

 

 

antragsverfahren

Der Fördersatz der Regionalen Kulturpolitik liegt bei maximal 50%. Rechtzeitig vor der Antragstellung (Frist 30.9. jeden Jahres) muss mindestens eine Beratung durch das regionale Koordinierungsbüro in Anspruch genommen
werden. Die Beratung von der Idee bis zum Antrag ist kostenfrei und kann von freien Künstlerinnen und Künstlern wie von Vertretern ehrenamtlich und hauptamtlich geführter Institutionen in Anspruch genommen werden. Auf den
folgenden Seiten finden Sie auch Informationen zu den Kulturbüros und die jeweiligen Kontaktdaten.

Regionale Beiräte (Jurys) sprechen in der ersten Stufe des zweistufigen Antragsverfahrens eine Förderempfehlung aus, die Voraussetzung für die formale Antragstellung beim Land Nordrhein-Westfalen ist. Projektträger / Antragstellende können sowohl Kreise und Kommunen als auch Kultureinrichtungen jeglicher Größe, Vereine oder auch Einzelpersonen sein.

Über die landesweiten Förderkriterien hinaus hat jede Region, mit Ausnahme der Rheinschiene, spezifische Leitthemen definiert, um die Kulturregionen
mit ihren besonderen Charakteristika auch weiterhin zu profilieren.
Ergänzend zu den übergeordneten Förderkriterien sind die Profile der Regionen für die Antragsteller inhaltlich leitend. Diese werden auf den folgenden Seiten zu den Regionen im Einzelnen erläutert.

Ab dem kommenden Förderjahr stellt das Land Nordrhein-Westfalen ergänzend zur RKP-Förderung Mittel für barrierefreie Maßnahmen zur Verfügung. Abweichend von dem RKP-Fördersatz können diese Ausgaben bis zu einer Höhe von maximal 5.000 Euro in voller Höhe finanziert werden. Informationen zum Thema barrierefreie Maßnahmen finden Sie in der Arbeitshilfe und im Glossar zu den wichtigsten Begrifflichkeiten. In der Anlage Ergänzungsmittel Barrierefreiheit müssen die geplanten Maßnahmen und die Ausgaben konkret beschrieben werden. Diese Anlage ist ergänzend zum Projekt-Datenblatt hochzuladen und bei positiver Förderentscheidung durch die RKP-Jury zusammen mit dem Formantrag bei der zuständigen Bezirksregierung einzureichen.

 

 

förderkriterien

Um die Regionale Kulturpolitik umzusetzen, wurden spezifische Förderkriterien
entwickelt, die für alle Regionen gleichermaßen gelten.

 

  • Kooperation und Vernetzung: mindestens drei Partner aus mindestens zwei Städten / Gemeinden entwickeln ein Projekt und führen es gemeinsam durch.

  • Alle Projektpartner wirken gleichberechtigt an der inhaltlichen Projektentwicklung mit.
  • Marketingmaßnahmen müssen ein erkennbarer Bestandteil des Projekts sein. Jeder Partner beteiligt sich an den Marketingmaßnahmen für das Projekt.
  • Weitere Partner sind gewünscht, die Ressourcen zur Projektumsetzung einbringen.
  • Bei der Förderung eines Netzwerks sind die Anforderungen an die Kooperationsqualität besonders hoch.

  • Ein regionaler Bezug muss gegeben sein, der in der Regel über die Leitthemen der jeweiligen Region hergestellt wird.
  • Kooperationsprojekte mit besonders hoher künstlerischer bzw. kulturfachlicher Qualität und Innovationscharakter werden bevorzugt berücksichtigt.

Schaubild: Die einzelnen Schritte der Antragsstellung

was müssen sie bei der antragsstellung beachten? das a und o: vergessen sie nicht die antragsfrist!

  • Rechtzeitig vor der Antragstellung (Frist 30.9. jeden Jahres) muss mindestens eine Beratung durch das regionale Koordinierungsbüro in Anspruch genommen werden.

  • Reichen Sie das Projekt-Datenblatt online bis zum 30.9. ein.
  • Das Gremium der jeweiligen Region berät anschließend über die
    eingegangenen Projekt-Datenblätter. In den regionalen Gremien
    erfolgt eine Förderempfehlung an das Land Nordrhein-Westfalen
    bzw. eine Ablehnung oder Nachqualifizierung.

  •  Sie werden so schnell wie möglich über das Ergebnis informiert.

Wie können Sie den Antrag einreichen?

Das Projekt-Datenblatt können Sie >> hier online einreichen.

Der Zuwendungsantrag steht zum Download auf den Internetseiten
der zuständigen regionalen Koordinierungsbüros oder der
Bezirksregierung bereit.

Für das Projekt-Datenblatt und den Zuwendungsantrag bereiten
Sie jeweils zwei Teile vor:

a) das Projektkonzept

b) den Finanzierungsplan

Sollten Sie für Ihr RKP-Projekt auch ergänzende Fördermittel für Maßnahmen zur Barrierefreiheit beantragen, laden Sie bitte mit dem Projekt-Datenblatt auch die Anlage Ergänzungsmittel Barrierefreiheit mit hoch. Diese muss später im Fall einer positiven Förderentscheidung auch dem Formantrag an die zuständige Bezirksregierung beigefügt werden.    

 

 

was geschieht im falle einer positiven empfehlung?

  • Reichen Sie bis zum 30.11. einen Zuwendungsantrag bei der zuständigen Bezirksregierung ein. Das Antragsformular erhalten Sie auf der Internetseite Ihrer Koordinierungsstelle und bei der zuständigen Bezirksregierung.* Denken Sie daran, ggf. auch die ausgefüllte Anlage Ergänzungsmittel Barrierefreiheit mit beizufügen.   

  • Mit der Umsetzung Ihres Projektes dürfen Sie erst beginnen, wenn Sie den Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung (im Frühjahr des kommenden Jahres) erhalten haben.

    Ausnahme: Sie beantragen einen „vorzeitigen Maßnahmebeginn“. Wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Bezirksregierung.

    Bitte beachten Sie die Allgemeinen Nebenbestimmungen und lesen Sie den Bewilligungsbescheid gründlich durch.
  • Wir freuen uns über eine aktive Zusammenarbeit und bitten Sie, die jeweilige Bezirksregierung und uns bezüglich aller Änderungen „auf dem Laufenden“ zu halten und bei Schwierigkeiten rechtzeitig mit uns Kontakt aufzunehmen.
  • Nach Ablauf des Projektes reichen Sie einen Verwendungs­nachweis bei Ihrer Bezirksregierung ein.

* Hinweis: In der Kulturregion Ruhrgebiet können Anträge der freien Szene aus dem gesamten Gebiet des Regionalverbands Ruhr eingereicht werden. Die Abgabefristen werden auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg veröffentlicht.

Regionale Kulturförderung des LVR

Sollten Sie Projekte im Rheinland (betrifft die Regionen Aachen, Bergisches Land, Niederrhein oder Rheinschiene) initiieren wollen, erhalten Sie >> hier weiterführende Informationen zu dem Förderprogramm "Regionale Kulturförderung" des Landschaftsverband Rheinland (LVR).

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