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Konzertreihe "frei und streng"



Mai 2017 bis September 2018
Region Münsterland

Die Konzertreihe "frei und streng" zeigt das Spannungsverhältnis zwischen Formbewusstsein und freier Enfaltung - in der Komposition wie auch in der Interpretation von Musik.

Michael Borgstede by Michael Borgreve

Ein neues Format für die Region: Konzertreihe „frei & streng“.

Drei Kulturorte im Münsterland haben sich zu einem neuen Format zusammengefunden. Sie stehen in einem kirchengeschichtlichen Kontext: die Stiftskirche des ehemaligen Damenstifts Vreden, das ehemalige Kreuzherrenkloster Bentlage und die ehemalige englische Garnisonskirche und heutige Friedenskapelle Münster.


In einem Konzertzyklus widmen sie sich im Zeitraum von Mai 2017 bis September 2018 mit fünf hochkarätigen Veranstaltungen dem Thema „frei & streng“ und gehen damit dem in allen Künsten zentralen Spannungsverhältnis zwischen Regeln und Formbewusstsein einerseits und freier Entfaltung der Ausdruckskräfte andererseits nach. Vor allem in der Musik ist die Spannung zwischen den beiden Polen nicht nur in der Komposition, sondern auch in jeder Interpretation gegenwärtig.


Den Auftakt bildet im Mai ein Programm zu Johann Sebastian Bachs Goldbergvariationen (BWV 988). Sie werden in drei Aufführungsvariationen präsentiert: von dem Cembalisten Michael Borgstede (er gilt auf historischen Tasteninstrumenten als einer der aufregendsten Virtuosen seiner Generation), dem Silenos-Streichtrio (Cordula Kocian Violine,Mara Smith Viola,Lucie Stepanova Violoncello)und dem Saxophonquartett Quatre Femmes (Iris Gruber, Mathilde Leemhuis, Marjolijn van der Lee, Manon Zwagermann). Damit wird das Spannungsfeld zwischen originaler Besetzung und zwei Bearbeitungen eröffnet. Zwischen den Variationen stehen Texte von Nikolaus Schneider und Bernd Sikora, in denen die Kategorien Original, Bearbeitung, Variation und Interpretation reflektiert werden.   


Das Goldberg-Programm findet statt am Freitag, 12. Mai in Kloster Bentlage (20 Uhr), am 13. Mai in der Friedenskapelle Münster (20 Uhr) und am 14. Mai (18 Uhr) in der Stiftskirche Vreden.


Im September wird die Reihe in Vreden und Rheine mit dem Thema „Automatische und spontane Musik“ fortgeführt, dargeboten von dem Klangkünstler Kai Niggemann (paradeiser productions). Weitere Themen sind ab Februar 2018 „Barockmusik“ (Münster), „Sprachlandschaften“ (April 2018, Vreden) sowie „Strenge oder freie Avantgarde“ (September 2018, Vreden, Rheine, Münster). Begleitend zur Veranstaltungsreihe wird eine Publikation mit Kunstwerken und Texten um Thema „frei & streng“ erscheinen, die im Laufe des Projektzeitraumes produziert wird und sich von Termin zu Termin weiterentwickelt.


Die Reihe wird gefördert aus Landesmitteln der regionalen Kulturpolitik NRW.

 

 

 

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